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Chorkonzert
Sonntag, 3. April 2022, 18:00 - 19:00
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Heinrich Schütz: "Lukaspassion" (1626)
Nils Giebelhausen (Evangelist)
Gerrit Miehlke (Jesus)
Pauluskantorei Hamm mit deren Solisten, Leitung: Kreiskantor Heiko Ittig

In einem Chorkonzert zur Passion führt die Pauluskantorei die Lukaspassion von Heinrich Schütz auf. Das Konzert beginnt am Sonntag, 03.04.2022, um 18 Uhr in der Pauluskirche Hamm. Neben der Kantorei wirken Nils Giebelhausen als Evangelist (Tenor), Gerrit Miehlke als Jesus (Bass) sowie weitere Solisten aus dem Chor mit. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird ausgangs gebeten.
Die Lukas-Passion (SWV 480), voller Titel: Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heiland Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Lukas, ist ein geistliches Chorwerk komponiert von Heinrich Schütz. Es stammt aus dem Jahre 1653 und bildet den ersten Teil der Choral-Trilogie, welche er später mit der Johannes-Passion (1665/66) und der Matthäus-Passion (1666) vollendete.
Durch die außergewöhnliche Breite und Qualität seines Schaffens und die lange Lebensspanne, die ihm zur Entwicklung seines Talents und zur Ausübung seiner Kunst geschenkt war, stellt Heinrich Schütz eine der faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten aller Zeiten dar. Zu den schönsten Schöpfungen von Schütz gehören die drei späten Passionsmusiken, die der 80jährige 1665 und 1666 für die Gottesdienste bei Hof in der Fastenzeit schrieb. In der „Historia des Leidens und Sterbens unseres Heilands Jesu Christi nach dem Evangelisten St. Lucam“ geht es um die Verinnerlichung des biblischen Berichts, nicht wie später bei Bach und dessen Zeitgenossen um eine Reflexion darüber, welche Bedeutung dem Kreuzestod Jesu für den Gläubigen zukommt. Schütz legt in seinen Werken stets großen Wert auf eine klare, von der Sprache geprägte Deklamation und ein hohes Maß an Textverständlichkeit. Die Musik sollte den Texten, die er überwiegend der Bibel entnahm, dienen. In der Lukaspassion von Schütz wird die Leidensgeschichte zu großen Teilen von den zwei Solisten in einer Art rezitativischem Sprechgesang erzählt. Schütz schrieb für seine Passion eine Musik von altersweiser Klarheit. Den Harmonien eignet eine große Gelassenheit, es spricht ein Komponist, der alle Eitelkeiten abgestreift hat und ganz in sich ruht. Schwingt er sich zu großen Gefühlen auf, so kommen sie knapp und genau.

Vor SCHÜTZ war die für Passionen gebräuchliche Kirchentonart das nach F-Lydisch transponierte Jonisch, welches von c bis c' reichte und den Tenor auf g hatte; es war im 14.-17. Jahrhundert mächtig aufgekommen und figurierte als Dur zusammen mit dem Äolischen als moll seit dem 15. Jahrhundert im Dodekachordon. Diese traditionelle Passionstonart F-Lydisch hat SCHÜTZ allein noch in der Lukas-Passion übernommen. Die Lukas-Passion ist wohl am Palmsonntag 1663 oder 1664 in Dresden erstmals aufgeführt worden. Zur dieser Zeit existieren weder im lutherischen noch im zwinglianischreformierten noch im calvinistischen noch im katholischen oder im orthodoxen Raum auch nur erste Vorstellungen einer historisch-kritischen Bibelexegese; diese entstehen erst im 18. Jahrhundert. Umso frappanter ist es, HEINRICH SCHÜTZ' spezifischen Umgang mit den verschiedenen Passionen zu analysieren, denn er zwingt dazu, auf planmässige, äusserst präzise und stark vergleichende Textanalyse des Komponisten zu schliessen. Weil ihm das freundliche Jonisch für den Text der finsteren, aber doch unterschiedlich gefärbten Passionen offensichtlich nicht genügte, hat der vielseitig gebildete SCHÜTZ diese Kirchentonart verlassen und in der Johannespassion entsprechend ihrem mystischeren Charakter durch das weichere Phrygische, in der herben Matthäuspassion durch das Dorische ersetzt und in der jetzt zu singenden Lukaspassion ins herkömmliche, weiche und innige F-Lydische versetzt; denn durch den ausgeprägten Umfang der Jesusreden, durch das Fehlen des Suizids von JUDAS ISKARIOTH und durch die Ersetzung des mehrmaligen Schreiens JESU am Kreuz durch seine Bitte um Vergebung für seine Mörder wirkt die Lukaspassion milder.

Ausführende:

Nils Giebelhausen (Tenor) studierte Gesang bei Hanno Blaschke (München), Anna Maria Castiglioni (Mailand) und Wilfried Jochens (Hamburg). Meisterkurse bei Barbara Schlick ergänzten seine Ausbildung.
Bereits als Zwanzigjähriger wurde er Preisträger beim Gesangswettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbandes.
1998 gab er in Rimini sein Operndebüt in A. Draghis Barockoper „La patienza di Socrate con due mogli“ unter Leitung von Alan Curtis. Im Frühjahr 2000 wirkte er dann an der Bayerischen Staatsoper in München in C. Monteverdis „Orfeo“ als Pastore mit. 2004 sang er bei den Tagen alter Musik in Bamberg den „Blifil“ in F.-A. Philidors Oper „Tom Jones“.
Auch als Oratorientenor ist er in ganz Deutschland zu hören, sein besonderes Interesse gilt dabei Bachs Oratorien und Passionen. Konzertreisen führten ihn bisher nach Italien, Frankreich, Spanien, Dänemark, Belgien, Österreich, Niederlande, Ungarn, Kanada und Japan.
Außerdem singt er auf dem Gebiet der „Alten Musik“ regelmäßig in Ensembles wie dem Balthasar-Neumann-Chor, Trinity Baroque, Musica fiata, Himlische Cantorey, dem Johann-Rosenmüller-Ensemble, Chapelle Rhenane sowie dem Orlando di Lasso-Ensemble und arbeitet mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Frieder Bernius und Peter Neumann zusammen, die ihn zu zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen eingeladen haben.

Gerrit Miehlke – Bass wurde 1958 in Dortmund geboren. Im Hauptberuf ist er Lehrer für Mathematik und Musik am Goethe-Gymnasium in Dortmund. Sein zweites Wirkungsfeld ist die recht umfangreiche Konzerttätigkeit als gefragter Bassist.
In Dortmund bei Barbara Wendt, später bei Gertrud Dietrich-Maaß und schließlich in Köln bei Prof. Dietger Jacob erhielt er seine Gesangsausbildung.
Konzertreisen führten ihn u. a. nach Frankreich, Polen und Italien. Er wirkte als Solist bei CD-Produktionen des Kammerchors der Uni Dortmund sowie des Christlichen Sängerbundes mit. In seinem Repertoire sind alle bekannten Oratorien-, Kantaten- und Mess-Kompositionen vertreten.

Ort Pauluskirche Hamm, Marktplatz 16, 59065 Hamm

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